Westfriedhof Köln

 

Westfriedhof Köln2017 lud die Stadt Köln alle Bürger zur Feier des 100-jährigen Bestehens des altehrwürdigen Westfriedhofs ein. 1917 wurde der Westfriedhof durch den damaligen Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer, eingeweiht. Dieser Friedhof weist zahlreiche Begräbnisstätten aus der Zeit von 1918 bis 1940 auf, die aufgrund ihrer aufwendigen architektonischen Gestaltung als künstlerisch bedeutende Zeitzeugen gelten. Zu den größten und bedeutendsten Grabstätten gehören die der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten, die sich jedoch zwischen den normalen Gräbern einreihen. Hier sieht man die Heldensymbolik von Reichsadler kombiniert mit Eichenlaubkranz, Säbel und Stahlhelm. Erst für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges wurden separate Grabfelder angelegt.

 

Der Westfriedhof gehört zu den fünf Kölner Großfriedhöfen, der gleichfalls als Entlastungsfriedhof des Melaten Friedhofes angelegt wurde. In der mit breiten Alleen und dichtem Baumbestand angelegten Friedhofsanlage finden mehr als 44.000 Grabstellen Platz. Der 523.000 Quadratmeter umfassende Friedhof befindet sich Kölner Stadtteil Vogelsang im Stadtbezirk Ehrenfeld. Zur Auswahl stehen Wahlgrabstätten für Sarg- und Urnenbestattungen sowie günstige Grabstätten ohne Pflegeverpflichtung.

 

1968 richtete Köln als eine der ersten Großstädte islamische, nach Mekka ausgerichtete Reihengrabfelder ein. Andere Kulturen wie Sinti und Roma sind hier gleichfalls vertreten. Diese üppig geschmückten, mit Marmor eingefassten Gräber sind schon von weitem gut zu erkennen, ebenso wie die im Westteil des Friedhofs befindlichen Kindergräber. Der Kölner Westfriedhof gilt als einer der bedeutendsten Jugendstilfriedhöfe Deutschlands. Der typische Parkcharakter findet seinen Ausdruck in den breiten Alleen und Hauptwegen, zahlreichen schmalen Nebenwegen, großen Freiflächen sowie einem umfangreichen Gehölzbestand.

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